| Name: | Linwélin i'Hjem Tindariel |
| Titel: | Ameij'Ador Resh |
| Alter: | jung erwachsen |
| Volk: | Hochelbe |
| Element: | Resh (Wasser) |
| Berufung: | Anwärterin der Hohen Geweihten |
| Spielerin: | Vanessa |
Vor 104 Jahren, in einer klaren Vollmondnacht, schritt ein junges Elbenpaar in die sanften Fluten des Meeres in freudiger Erwartung auf die Geburt ihres Kindes. In dieser Nacht wurde Linwélin geboren. Sie wuchs in der Siedlung Lassfaél auf, welche an der nördlichen Küste der bekannten Mittellande liegt. Da nur äußerst selten ein Mensch die Siedlung betrat, hatte Linwélin auch selten Kontakt zu Menschen oder anderen Wesen. Die Elben Lassfaéls legen sehr viel wert auf Abgeschiedenheit.
Linwélin ist die Tochter von Handûr, einem Schriftgelehrten und Allyndia, einer Hohen Geweihten. Sie trägt ebenso wie ihre Mutter das Element Resh in sich. Weisheit, Heilung, Reinheit - Dies sind die Tugenden die Linwélin auf ihrem Weg begleiten sollen. Ihr Vater, Handûr, ließ Linwélin des öfteren Schriften und alte Bücher studieren. Sie verbrachte daher mit Freude sehr viel Zeit in seiner kleinen Bibliothek und las häufig den ganzen Tag.
Im letzten Sommer jedoch legte sich ein dunkler Schatten über Linwélin. Jede Nacht hatte sie furchtbare, schreckliche Träume:
Ihre Heimat war zerstört, jedoch zeigten ihr die Bilder nicht Lassfaél, sondern eine Insel die ihr unbekannt war. Tiefe Trauer breitete sich jedes Mal in Linwélins Herz aus, doch dann erschien ihr eine strahlende Gestalt, rief ihren Namen und sprach mit verzweifelten Worten: »Schützt Re'dressa, dass sie erneut wachen kann.«
Jedes Mal, wenn Linwélin nachts schweißgebadet erwachte, ging sie in die Bibliothek und suchte dort nach Antworten, doch es gab keine. Nirgends war ein Schriftstück zu finden, welches auch nur annähernd ihre Träume hätte erklären können. Und wenige Wochen später erzählte Handûr seiner Tochter, dass es eine Wächterin gäbe und sie die Antworten wüsste. Linwélin packte am nächsten Morgen ihre Sachen und machte sich auf den Weg. Sie musste die Wächterin finden und ihr zur Seite stehen. Sie blickte sich noch einmal nach Lassfaél um, denn es fiel ihr schwer ihre Heimat und ihre Familie zu verlassen, aber war dies überhaupt noch ihre Heimat...
© Matthias Zengler

